Wie ich denke, arbeite und begleite
Jeder Mensch ist einzigartig.
Und das Leben selbst ist ein beweglicher Lehrplan – ein curriculum (lateinisch: Lehrplan).
Voller Erfahrungen, Lektionen und Begegnungen.
Klarheit entsteht, wenn wir reflektieren. Uns sortieren. Aufräumen im Inneren. Diese Klarheit kann uns zurück in Kontakt mit dem führen, was uns im Kern ausmacht.
So stärken wir unsere Handlungsfähigkeit und schaffen uns neue Optionen.
Zuhören.
Innehalten.
Gemeinsames Hinsehen.
Für mich sind das keine Methoden, sondern Voraussetzungen für nachhaltige, tiefenwirksame Persönlichkeitsentwicklung.
Ein leiser, bewusster Gegenpol zum Höher-Schneller-Weiter, das uns oft weiter weg von uns selbst – und voneinander – führt.
Mein curriculum mobile ist kein Lehrplan, kein Versprechen und auch kein festgeschriebenes Konzept.
Es beschreibt, wie ich arbeite, denke und begleite – im Bewusstsein, dass Entwicklung lebendig ist und sich im Gehen zeigt.
Ich glaube nicht an den einen roten Faden. Ich glaube daran, dass viele Fäden unseres Lebens erst im Rückblick ein stimmiges Muster ergeben. Mehr dazu findest du in meinem Artikel „Was willst du denn damit mal machen?“.
Mein curriculum mobile ist aus dem Wissen entstanden, dass auch ich nicht an jedem Tag alles geben kann – und dennoch verbunden bleiben darf.
Es ist beweglich (italienisch: mobile) – ein innerer Kompass, der sich im Gehen immer wieder neu ausrichtet.
In Bewegung.
Erfahrungsbasiert.
Wach.
Mein curriculum mobile
Ich glaube an das Zuhören, Innehalten und Hinsehen – nicht an das Höher-Schneller-Weiter.
Ich glaube nicht an schnelle Lösungen.
Ich glaube an Begegnung.
Ich bin davon überzeugt, dass alles, was sich in uns zeigt, einen Sinn hat.
Auch – und vielleicht gerade – das, was bremst.
Was unbequem ist.
Das, was wir lange als Fehler, Schwäche oder Feind betrachtet haben.
Oder das, was man uns so lange als Makel oder Unzulänglichkeit gespiegelt hat, bis wir es geglaubt und als Konzept für unser Leben übernommen haben.
Oftmals, ohne uns dessen bewusst zu sein.
Ich glaube, dass nichts in uns wirklich gegen uns arbeitet.
Manches schützt.
Manches erinnert.
Manches bittet um einen anderen Blick, ein anderes Tempo, einen anderen Weg.
Ich halte nichts davon, uns zu optimieren.
Ich glaube, es ist an der Zeit, uns an unser wahres Selbst zu erinnern.
Daran, wieder in Kontakt zu kommen mit dem, was längst da ist.
Bewusst.
Achtsam.
Reflektiert.
Meiner Überzeugung nach entsteht Zuversicht nicht allein aus positivem Denken, sondern aus innerer Sicherheit.
Aus der verkörperten Erfahrung: Ich darf und kann mir begegnen – auch im Unbequemen – und bleibe verbunden.
Dass das oftmals erst wieder erlernt werden darf, ist für mich eher Ansporn als Hindernis.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Sicherheit keine Technik ist, sondern eine Voraussetzung.
Dass Prozesse nicht im Wollen beginnen, sondern dort, wo etwas in uns langsamer werden darf.
Sein darf.
Wahrgenommen und gespürt werden darf.
Ohne Sicherheit wage ich die Begegnung mit mir – gerade im Unbequemen – gar nicht erst.
Jeden Widerstand betrachte ich als möglichen Wegweiser.
So darf Müdigkeit sprechen.
Wut darf gesehen werden.
Grenzen sind Hinweise – insbesondere körperliche.
Unser Nervensystem ist zu keiner Zeit gegen uns, sondern ständig damit beschäftigt, für uns zu sorgen.
Autonom.
Ohne unser Bewusstsein.
Deshalb sehe ich einen wesentlichen Teil meiner Aufgabe darin, sehr aufmerksam auf die Zeichen zu achten, die das Nervensystem meines Gegenübers sendet.
Währenddessen beobachte und reguliere ich auch mein eigenes Nervensystem, um den Raum halten zu können.
Ich glaube an Milde statt Kampf.
An Beziehung statt Bewertung.
An Würdigung statt Wegmachen.
Ich bin sicher, dass wir unsere Werte nicht erst finden müssen.
Sie sind in uns.
Wir leben sie bereits – im Alltag, in Beziehungen, in der Art, wie wir zuhören, mitfühlen, Verantwortung übernehmen.
Wenn wir sie nicht leben (können), zeigt sich das.
Dann fühlen wir uns fremd, fehl am Platz oder wie im falschen Film.
Nicht, weil mit uns etwas nicht stimmt – sondern weil etwas Wesentliches keinen Raum hat.
Meine Einladung
Diesen Raum möchte ich bieten und öffnen.
Und genau daraus entsteht meine Arbeit.
Ich glaube daran, dass genau diese gelebten Qualitäten uns durch unsichere Zeiten tragen können.
Nicht laut.
Nicht perfekt.
Aber ehrlich.
Und zunehmend stabiler, weil wir dann wirklich bei uns sind.
Meine Arbeit ist eine Einladung.
Zum Innehalten.
Zum Hinspüren.
Zum Erinnern.
Du brauchst nicht zu jemand anderem werden oder dich ver-ändern.
Du darfst bei dir ankommen.
Willkommen in der Wunder-B.A.R.
Hier darfst du sein.
Auch zögernd.
Auch suchend.
Du darfst wachsen und dich ent-wickeln – in deinem Rhythmus.
