März RückBlog – Vom Innehalten, Annehmen und Werden

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Gerahmtes Landschaftsbild mit See, Bäumen und Frühlingssonne – ruhiger Moment einer Schwellenzeit zwischen Winter und Frühling.

Der März hat sich für mich angefühlt wie eine Schwellenzeit. Wie ein leiser Übergang – zwischen Winter und Frühling, zwischen Rückzug und Aufbruch.

Passend zur Osterzeit, möchte man meinen – ein feines Dazwischen. Mit Tagen, an denen sich etwas Altes noch einmal zeigt, während etwas Neues schon leise anklopft.

Und dann gibt es diese Tage, … an denen du morgens aufwachst und sofort spürst: Irgendetwas ist anders.

Ohne dass du genau sagen kannst, was es ist. Gedanken sind dichter. Gefühle näher. Und Themen, die längst sortiert schienen, stehen plötzlich wieder im Raum.

Nicht laut. Aber deutlich.


Zwischenzeiten und Portaltage

Ich bin in diesem März zum ersten Mal in einem Newsletter bewusst dem Begriff der Portaltage begegnet.

Einem Begriff, der auf einen Zyklus von 260 Tagen Bezug nimmt, der weniger die Zeit misst, als vielmehr Bewusstseinsqualitäten nach den Vorstellungen der Maya beschreibt.

Innerhalb dieses Systems gibt es bestimmte Tage, an denen das Magnetfeld der Erde – und damit die Energie – „durchlässiger“ wird.

Man könnte sagen: Der Abstand zwischen dem, was wir bewusst wahrnehmen, und dem, was in uns verborgen liegt, wird kleiner.

Fast so, als würde das, was in dir ist, hörbarer werden.

Mich erinnert das an die Rauhnächte. Meine letzten Rauhnächte empfand ich als ähnlich intensiv. Und genau das haben viele beschrieben, die sich schon länger mit ihnen beschäftigen.


Die Rune Raidho – im Rhythmus des Werdens

Eine meiner Inspirationsquellen für die Rauhnächte und damit verbundene Rituale ist seit vielen Jahren die von mir sehr geschätzte Alexa Szeli.

Ihr wunderschönes Buch Meine zauberschönen Rauhnächte hat mich inzwischen schon einige Jahre begleitet – und wird es in Teilen auch weiterhin tun.
Bei ihr „ziehe“ ich immer meine digitalen Runen, die mich durch das Jahr begleiten.

Zu Raidho, der Rune, die ich für den März gezogen hatte, sagt ihr Runen-Set sinngemäß: Sie ist nicht der Beginn und nicht das Ende einer Reise – sondern der Weg selbst.

Der Rhythmus. Das Rad.

Alles ist im Fluss und dreht sich weiter. Raidho lädt ein, diesen Lauf zu achten und die eigene Richtung zu finden.

Na, wenn das mal kein Volltreffer ist.


Selbstzweifel → Vertrauen

Eine andere Quelle der Inspiration und Einladung zur Reflektion ist mein Kartenset aus der Feder der ebenfalls sehr geschätzten Annett Hering.

Das Kartendeck lag unter dem Christbaum für mich. Als ich nun so über den Inhalten und dem Konzept meines Workshops brütete, zog ich die Paarung:
Selbstzweifel verabschieden.
Vertrauen einladen.
Mein Mann hat mir eigens für die Karten kleine Kartenhalter gedruckt – nach Weihnachten ;o)

Da sah ich mich in dem Moment, bevor ich meinen Workshop angekündigt habe. Dieser kurze Augenblick, in dem ich den Text noch einmal lese –
und mich frage: Ist das wirklich stimmig? Bin ich schon so weit?

Ich spürte dieses leichte Zögern. Leise. Zaghaft. Wie ein Innehalten. Und dann drücke ich auf Veröffentlichen.
War ich mir plötzlich sicher?
Nein.
Aber ich spüre, dass es jetzt dran ist.

Das ist wohl damit gemeint, wenn es heißt: Du darfst gehen. Mit der Angst. Mut entsteht im Gehen.
Möglicherweise beschreibt auch das meine Version von Vertrauen: kein sicheres Gefühl vorher – sondern den Schritt zu gehen mit diesem Zögern.
Mitten hindurch durch das Gefühl.

Das erinnert mich an ein Spiel mit den Kindern. Aus einem Buch über bewegte Pausen. Wir gehen dabei auf der Stelle und stellen uns einen Spaziergang durch den Wald vor – und stoßen währenddessen immer wieder auf Hindernisse. Am jeweiligen Hindernis heißt es dann:

„Links geht’s nicht vorbei.
Rechts geht’s nicht vorbei.
Wir müssen mitten durch.“

Ab dem zweiten Mal sprechen die Kinder natürlich im Chor mit.

Und dann stimmen wir uns ab. Sammeln Ideen. Überlegen gemeinsam:
Wie kommen wir „da durch“? Was brauchen wir?
Wir bewegen uns entsprechend, probieren aus – und irgendwann heißt es: „Uff, ge…schafft!“
Und weiter geht der Marsch.

ViIch spürte dieses leichte Zögern. Leise. Zaghaft. Wie ein Innehalten. Und dann drücke ich auf Veröffentlichen.
War ich mir plötzlich sicher?
Nein.bin. Sondern weil ich spüre, dass es jetzt dran ist.

Vertrauen, so glaube ich allmählich, ist vielleicht genau das:
Nicht das Wissen darum, dass der Weg frei ist –
sondern die Bereitschaft, mit dem, was da ist, hindurchzugehen.

Vertrauen ist kein bloßer Zustand.
Vertrauen ist eine Entscheidung – immer wieder neu.

Eine Entscheidung für mich.
Für mein So-Sein.
Für meinen Weg.


Stillstand → Schöpferkraft

Es gab Momente des Innehaltens.
Momente des Nicht-Wissens.

Und doch: Stillstand ist kein mir wirklich vertrauter Zustand.
Ich liebe Veränderungen – und die Umsetzung neuer Erkenntnisse.

Und trotzdem schleicht sich dieses Gefühl manchmal an. Irgendwo kneift es mich. So, wie es Annett Luisan besingt – mit ihrer samtweichen, leicht lasziven Stimme und diesem Augenzwinkern, das in Text und Intonierung mitschwingt.

Das ist der Moment, in dem es Bewusstheit braucht.
Um zu erkennen: Ich bin längst in Bewegung. Oft wird ja erst im Rückblick sichtbar, was alles entstanden ist.

So sehe ich mich an meinem Schreibtisch sitzen. Zwischen Notizen, Skizzen, Ideenfetzen.
Von außen wirkt es vielleicht ruhig.
Still.

Und doch passiert innen so viel.

Ich verschiebe einen Ablauf. Streiche etwas. Füge etwas hinzu.
Spüre immer wieder hinein: Trägt mich das?

Und irgendwann ist er da.
Mein Workshop.
Nicht perfekt. Aber stimmig.

Und ich merke: Das war nie Stillstand.
Das war Schöpferkraft in Bewegung – nur leiser, als ich sie erwartet hätte.

Und in diesem Moment wurde mir klar:
Es war nie nur eine Idee.

Es war schon da.

Das war kein Stillstand.
Sondern ein leises Werden.


Mangeldenken → Magie

Nicht alles hat sofort Resonanz gefunden.
Nicht alles wurde gesehen.

Ich erinnere mich genau an den Moment, als ich im Hotel sitze.
Mit all meinem vorbereiteten Materialien.
Mit unserem Kilburn – unserem Sound für unterwegs, der bei uns immer als Erstes in die Urlaubskiste wandert. Mein Mann und ich sind nun einmal Klangmenschen.

Alles ist da.
Meine eingesprochene Meditation.
Meine Komposition aus Naturgeräuschen, Bachlauf und Vogelgesängen.

Eine Kiste mit Beispielen – als Einladung, sich wunderBAR unperfekt einzulassen.
Aufs Sketchen.
Aufs Journaling.
Auf kleine Rituale, die wieder in Verbindung bringen.

Und dann:

keine Anmeldung.
Kein Gast, der meiner Einladung gefolgt ist.

Ein kurzer Stich.

Ein Gedanke, der sich leise einschleicht: Reicht das? Ist mein Angebot gut genug?

Das durfte ich erst einmal aushalten: Eine Generalprobe ohne Publikum.

Nach einigen Minuten des Ankommens habe ich mir einen Tee bestellt. Es mir dann mit meinen Materialien gemütlich gemacht.
Und MEINE kreative Auszeit genossen.

Anders als gedacht.
Und gleichzeitig wertvoll.
Vielleicht sogar auf eine ganz eigene Weise – Wert(e)voll anders.


Für meinen zeitlich darauf folgenden Newsletter habe ich eine 4-Minuten-Auszeit eingesprochen – unterlegt mit einer Sequenz aus meiner Komposition der Naturgeräusche.

Am nächsten Tag erhalte ich eine Nachricht:
„Beste Katja, was für ein schöner Newsletter. Daaaanke !
Und die Meditation ist ja der Hammer, unglaublich. Soooo einfach, soooo kraftvoll. Soo herrlich kurz. Yesss! Ich danke dir von ganzem Herzen“.

Ich sitze da – und mein Grinsen wandert bis zu den Ohren.
Die Augen ein kleines bisschen nass.

Ich merke, wie sich etwas verschiebt.

Weg vom Messen.
Hin zum Spüren.

Und genau dort zeigt sie sich: diese leise, unaufgeregte Magie.
Nicht im Applaus. Sondern in der Verbindung.
Im Berühren und Berührt-Sein.


Und dann bin ich weitergegangen. Habe einfach weitergemacht. Habe geteilt. Habe gegeben. Flyer verteilt. Erneut eingeladen.

Ich habe mich verbunden – über meinen Blog, Newsletter, Social Media – wenn ich es recht überdenke weniger aus strategischen Gründen, als vielmehr, um mich auszudrücken und zu zeigen.

Überall dazwischen taucht sie immer wieder auf: diese leise, unaufgeregte Magie.

Vielleicht macht sie das ja dann am liebsten… dann, wenn wir aufhören zu messen – und anfangen zu vertrauen.


Traurigkeit → Fülle

Ich erinnere mich an den Moment, in dem ich die Entscheidung, mein Erbe auszuschlagen, im Coaching mit einer Kollegin noch einmal wirklich durchdrungen habe.

Nicht allein.
Sondern begleitet.

Wir haben das Für und Wider sichtbar gemacht.
Visualisiert.
Unter anderem mit dem onlineSystembrett.
(Und ich merke einmal mehr, wie kraftvoll es ist, inneres Erleben sichtbar werden zu lassen. Dazu schreibe ich bald noch mehr.)

Und plötzlich lag alles vor mir.
Die zwei Seiten.
So klar.
So gleichwertig.

Eine tiefe Erinnerung daran, dass das Leben nicht eindeutig ist.
Dass es selten nur „richtig“ oder „falsch“ gibt.
Sondern oft beides zugleich.

Und mittendrin ich.

Mit der Freiheit, mich zu entscheiden.

Ich habe gespürt, wie viel in dieser Entscheidung liegt.
Nicht nur rational.
Sondern auf einer viel tieferen Ebene.

Ich lasse etwas los.

Und gleichzeitig entscheide ich mich für etwas.

Für mich.

Für ein Leben, das ich mir nicht schwerer mache, als es sein muss.
Für die Erkenntnis, dass ich es bis hierhin allein geschafft habe.

Und dass ich auch alles Weitere aus mir heraus schaffen werde.

Und dann war es plötzlich auch körperlich spürbar.
Ein Aufrichten.
Ein tiefes Durchatmen.
Als würde etwas in mir sagen: Ja.

Ich habe dieses Gefühl mitgenommen. In den Spaziergang direkt nach der Sitzung.
Schritt für Schritt.

Und es durfte sich setzen.
In meinem Tempo.

Wie wichtig, wertvoll, hilfreich und heilsam es ist, einen solchen Prozess mit einem Gegenüber durchzuleben, kann ich nur betonen.

Ich bin jedenfalls unendlich dankbar und kann dir Silvia Clark von Herzen empfehlen. Sie hat mit mir den Raum gehalten – ihn für mich gehalten, und damit mich gehalten. Und alles durfte sein.

Da ist Traurigkeit.
Über das, was ich loslasse.
Über das, was nie gewesen ist.

Und gleichzeitig öffnet sich etwas.

Weite.
Klarheit.
Freiheit.

Das in Summe ist Fülle.

Nicht als Gegenteil von Traurigkeit.
Sondern als etwas, das gleichzeitig da sein darf.


Was gewachsen ist

Wenn ich auf diesen Monat zurückblicke, wird mir bewusst, was alles gewachsen ist:

• Ich darf mich halten – auch wenn es wackelt
• Ich bin nicht entweder stark oder verletzlich – ich bin beides
• Ich darf sichtbar sein – auch ohne sofortige Resonanz
• Fülle zeigt sich auch in leisen Momenten
• Verbindung ist mir wichtiger als Wirkung


Was ich mitnehme

Und daraus entstehen ganz leise die nächsten Schritte.
Oder vielleicht eher: Einladungen.

Diese Samen nehme ich mit in den nächsten Monat:

• meine „Kreative Auszeit“ darf weiter wachsen
• meine Markenwelt wandelt sich in ein Honigtöpfchen mit Hummel (🐝🍯)
• meinem Blog gebe ich Raum, sich zu entfalten
• meinen Körper möchte ich noch bewusster einbeziehen
• ich stelle sanfte Selbstführung vor Leistung


Was ich verkörpere

Und während ich das schreibe, merke ich:

Ich bin nicht mehr an derselben Stelle wie vor einem Monat.

Ich habe nicht nur etwas aufgebaut.
Ich habe etwas verkörpert.

Vielleicht ist genau das Wachstum – wie meine aktuelle Karte mich erinnert einzuladen, jetzt Anfang April.

Nicht höher, schneller, weiter –
sondern näher bei mir.

Und vielleicht beginnt genau hier der Frühling.

Nicht draußen. In mir.

Da fällt mir dieser herrlich superkalifragilistigexpialigetische Gedanke ein:

Frühling ist immer so ein bisschen wie Ahoi-Brause im Herzen.


Wohin ich blicke

Und während ich so in diesen März-Abendhimmel schaue, kommt mir plötzlich ein vertrauter Gedanke.

Ein ganz leiser.

Heute ist nicht alle Tage…
ich komm wieder, keine Frage.


Vielleicht kennst du solche Tage ja auch?

Vielleicht nimmst du dir beim Lesen einen Moment – und spürst:

Was darf bei dir gerade gehen…
und was eingeladen werden?

Aus genau diesem Werden heraus öffnet sich gerade ein Raum.

Leise.
Achtsam.

Wenn du magst, nehme ich dich ein Stück mit.
In deinem Tempo.

Schreib mir gern – oder schau demnächst mal wieder vorbei, ob das hier mit dir in Resonanz geht.

🌿 Kleiner Hinweis in eigener Sache: Mein Angebot „Wieder zuhause. In dir.“ wird gerade überarbeitet und zieht um. Bis es wieder klick- und buchbar ist, schreib mir einfach direkt – ich sage dir gern, was aktuell möglich ist, und wir finden gemeinsam deinen nächsten Schritt.


Und manches, was sich in diesem Monat gezeigt hat, möchte als Geschichte noch weiter erzählt werden.
Vom Sichtbarmachen innerer Prozesse.
Von kleinen kreativen Auszeiten und bewussten Pausen im Alltag.
Und von einer Markenwelt, die gerade neue Formen annimmt.

Wenn du magst, bleib gern ein Stück dabei.

Von Katja Schoonbergen

Hej, ich bin Katja – Tiefendialog Coach und Begleiterin für bewusste innere Prozesse. In einem sicheren Rahmen entsteht Raum für achtsames Wahrnehmen, kreative Prozesse und echte Begegnung – ohne Bewertung. Ich glaube daran, dass nachhaltige Veränderung dort entsteht, wo wir uns selbst begegnen – echt, unperfekt und in unserem eigenen Tempo.

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