Neulich fuhr ich gedanklich wieder im Kreisverkehr.
Genauer gesagt: im Kreisverkehr um die Berliner Siegessäule. Im Radio lief AC/DC, auf meinem Schoß der Falkplan und ich versuchte herauszufinden, welche Ausfahrt mein Fahrer nehmen musste, damit wir dort ankamen, wo wir hinwollten.
Das ist kein ausgedachtes Bild. So bin ich tatsächlich Anfang der 90er mit Freunden durch Berlin gekreist. Daraus wurde so etwas wie ein geflügeltes Wort unter uns: fahr’n wir halt ein paar Runden mit Hells Bells im Kreis.
Gleichzeitig beschreibt das ziemlich treffend, wie sich manche Entscheidungen für mich anfühlen:
Alle Ausfahrten führen irgendwohin.
Jede könnte richtig sein.
Solange ich weiter im Kreis fahre, muss ich keine davon endgültig nehmen.
Wenn alle Möglichkeiten etwas Wertvolles haben
Jüngst stand ich spätnachmittags vor einer solchen Entscheidung. Mit folgenden Optionen:
♡ Netzwerktreffen ein paar Orte weiter mit Gelegenheit für Austausch, Sichtbarkeit und neue Kontakte.
♡ Schwimmen gehen – tagesaktuelle Temperaturen von um die 28 °C luden zu dieser Kombination aus Bewegung und Abkühlung geradezu ein.
♡ Zu Hause bleiben und Grillen.
♡ Ein ausgiebiger Hundespaziergang.
♡ Körperlicher Check In: wie viel Energie ist überhaupt noch da.
Keine dieser Möglichkeiten war falsch. Jede hatte etwas Wertvolles. Sie waren nur nicht alle gleichzeitig miteinander vereinbar.
In einem Vortrag über Entscheidungen beschrieb Dr. Gunther Schmidt einmal genau diesen Punkt: Bei einer Entscheidung stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, die jeweils sowohl etwas Wertvolles, als auch einen Preis haben.
Entscheiden bedeutet damit auch Ent-Scheiden: Etwas, das zuvor miteinander verbunden war, wird voneinander getrennt. Eine Möglichkeit bekommt den Vorrang, eine Priorität, während andere zurückgestellt werden, obwohl auch sie wertvoll gewesen wären.
Klingt eigentlich einleuchtend.
Schwierig wird es dort, wo ein inneres Gebot verlangt:
Ich muss allem gerecht werden.
Eine weitere Runde im Kreisverkehr
Solange ich im Kreis fahre, bleiben alle Ausfahrten erreichbar.
Habe ich mich also noch nicht gegen das Netzwerktreffen entschieden,
noch nicht gegen das Schwimmen,
noch nicht gegen den gemeinsamen Grillabend,
noch nicht gegen die Hunderunde,
hat dieser Kreisverkehr auf einer mentalen und imaginativen Ebene deshalb durchaus etwas Attraktives:
Solange ich weiter nachdenke, muss ich keine wertvolle Möglichkeit aufgeben.
Der Preis dafür ist allerdings hoch.
Ich verbrauche nämlich einige Energie, ohne voranzukommen.
Mein innerer Druck steigt.
Und mit jeder weiteren Runde wird die Frage lauter:
Was mache ich denn jetzt?
Gunther Schmidt nennt dieses Kreisen das Fahren um den „Arc de Triomphe des Problems“.
Nun, ich kreisele eben um die Siegessäule. Soundtrack: AC/DC.
„Ich kann mich nicht entscheiden“ ist bereits Teil des Problems
Wenn ich sage: Ich kann mich nicht entscheiden, beschreibe ich mich so, als fehle mir grundsätzlich die Fähigkeit dazu, erinnert mich Schmidt.
De facto treffe ich ja jeden Tag unzählige Entscheidungen: Ich stehe auf, gehe ins Bad, ziehe mich an, wähle zwischen Kaffee oder Tee, und und und.
Eine Entscheidungskompetenz ist also grundsätzlich vorhanden.
Auch am Freitag traf ich Entscheidungen.
Ich ließ die Zeit verstreichen, ohne mich für das Treffen umzuziehen. Ich schickte meinen ständig nachfragenden Mann zum Schwimmen und sagte ihm, dass sein äußerer Druck meinen inneren gerade noch verstärkte.
Dabei wusste ich durchaus: Er kann nicht gleichzeitig schwimmen gehen und den Grill vorbereiten. Auch im Außen ließ sich also nicht alles gleichzeitig verwirklichen.
Schließlich bemerkte ich, dass ich mich im Grunde längst entschieden hatte. Ich entschied ich mich also auch noch einmal bewusst und sprach aus, dass ich nicht mehr losfahren werde.
Ich bat meinen Mann, nach dem Schwimmen den Grill vorzubereiten, zog mit Floyd los und genoss draußen einen ausgiebigen Spaziergang mit Blick in die Weite.
Mein Körper, so stellte ich während des Spaziergangs schmunzelnd fest, hatte offenbar schon viel früher gewusst, welche Ausfahrt ich nehmen wollte. Nur mein Kopf brauchte länger, um diese Entscheidung anzuerkennen.
Es gibt nur Lösungen mit Preis
Dieser Satz kann zunächst ernüchternd klingen:
Es gibt nur Lösungen mit Preis.
Dr. Gunther Schmidt
Für mich liegt darin zugleich etwas Entlastendes.
Wenn jede Entscheidung einen Preis hat, muss ich nicht länger nach DER magischen EINEN Möglichkeit suchen, bei der ich alles bekomme und nichts verliere.
Stattdessen darf ich fragen:
- Welche Möglichkeit ergibt für mich unter den jetzigen Bedingungen am meisten Sinn?
- Welchen Preis bin ich bereit, dafür zu tragen?
- Welcher mögliche Verlust ist gerade noch leistbar?
- Was stelle ich bewusst zurück, ohne es deshalb abzuwerten?
Die Frage lautet dann nicht mehr: „Wie werde ich allem gerecht?“ Sie lautet: Wem gebe ich jetzt Vorrang?
Das ist ein Unterschied, den ich sogar körperlich wahrnehmen kann.
Die erste Frage macht eng.
Die zweite bringt Bewegung in die Situation.
Wenn Entscheiden einmal gefährlich war
Nicht jede schwierige Entscheidung hat mit einem Trauma zu tun. Manchmal stehen schlicht mehrere wertvolle Möglichkeiten zur Wahl, deren Folgen wir nicht vorhersehen können.
Und manchmal reicht die Geschichte tiefer.
Wenn wir als Kind wiederholt erleben, dass auf Wünsche oder Bedürfnisse mit Strafe, Abwertung, Liebesentzug oder Abwendung reagiert wird, kann unser System daraus eine überlebenswichtige Schlussfolgerung ziehen:
Wenn ich nicht sage, was ich möchte, bleibe ich sicherer.
Oder:
Wenn ich mich anpasse, verliere ich die Verbindung nicht.
Gerade in den ersten prägenden Jahren sind wir auf unsere Bezugspersonen angewiesen. Die drohende Abwendung eines Menschen, von dem Schutz, Versorgung und Zugehörigkeit abhängen, kann deshalb als existenzielle Bedrohung erlebt werden.
Was später wie ein hinderlicher Glaubenssatz aussieht, war damals möglicherweise eine unfassbar kluge Anpassungsleistung. Der Verzicht auf die eigene Wunschäußerung konnte dazu beitragen, Konflikte zu vermeiden, Bindung zu erhalten oder die Wahrscheinlichkeit einer gefürchteten Reaktion zu verringern.
Ein solcher Glaubenssatz ist damit weit mehr als ein ungünstiger Gedanke. Er kann Teil einer Überlebensstrategie geworden sein.
Das erklärt auch, weshalb manche Entscheidungen durch keine noch so ausführliche Pro-und-Contra-Liste leichter werden. Der Kopf wägt Möglichkeiten ab. Im Hintergrund prüft ein anderer Teil von uns längst:
Was geschieht mit unserer Beziehung, wenn ich mich für mich entscheide?
Dann steht bei einer Entscheidung womöglich viel mehr auf dem Spiel als die Frage, ob ich zu einem Netzwerktreffen fahre, eine Weiterbildung buche oder einen anderen Weg einschlage. Eine alte Erfahrung verbindet die eigene Wahl mit dem Risiko von Ablehnung, Strafe oder Verlust.
Naturgemäß lässt sich eine solche Schutzstrategie schwerer auflösen als ein beiläufig übernommener Gedanke.
Dafür braucht es zuallererst ausreichend Sicherheit, inneren Raum und Kapazität. Aus einem stabileren Inneren heraus können wir uns behutsam dem annähern, was unser System bis heute zu schützen versucht.
Dabei geht es nicht darum, die alte Strategie zu bekämpfen. Wir dürfen zunächst ihren damaligen Sinn würdigen:
Du warst nicht falsch. Du hast etwas sehr Kluges getan, um unter den damaligen Bedingungen möglichst sicher zu bleiben.
Erst aus dieser Anerkennung kann nach und nach eine neue Erfahrung entstehen:
Was damals hilfreich und notwendig war, passt möglicherweise nicht mehr zu meinem heutigen Leben. Ich bin inzwischen nicht mehr so abhängig und ausgeliefert wie das Kind von einst. Ich habe mehr Möglichkeiten, Ressourcen und Wahlfreiheit.
Auch diese Erkenntnis ist kein Schalter.
Der Körper darf in vielen kleinen, verkraftbaren Erfahrungen neu lernen, dass eine eigene Meinung, ein Bedürfnis oder eine Entscheidung heute nicht mehr dieselbe Bedrohung auslöst wie damals. Dafür braucht es Wiederholungen. Wohlwollen. Geduld. Und Zeit.
Peu à peu. Behutsam, achtsam und gerade dadurch nachhaltig.
Und seien wir einmal ehrlich: Was wir über Jahrzehnte mit uns herumgetragen haben, wollen wir ernsthaft durch ein Fingerschnippen transformieren?
Die Angst des heutigen Ichs vor dem zukünftigen Ich
Hinter dem Wunsch nach der einzig richtigen Entscheidung steckt häufig eine verständliche Sehnsucht:
Ich möchte vorher wissen, ob am Ende das herauskommt, was ich mir erhoffe.
Nur bezieht sich jede echte Entscheidung auf etwas, das sich erst in der Zukunft entwickeln wird. Und die Zukunft bleibt ungewiss – bei aller Planung, Erfahrung und Wahrscheinlichkeitsrechnung.
Daher ist gar nicht allein die ungewisse Zukunft das Problem. Mein gegenwärtiges Ich hat wohl eine Art Angst vor meinem zukünftigen Ich.
Was geschieht, wenn meine Entscheidung nicht zum erhofften Ergebnis führt?
Werde ich dann mit mir hadern?
Mich kleinmachen?
Mir vorwerfen, ich hätte es doch wissen müssen?
Muss mein heutiges Ich damit rechnen, später von mir selbst verurteilt zu werden, wird die Entscheidung tatsächlich bedrohlich. Zögerlichkeit, Unruhe oder Erstarren sind dann ziemlich nachvollziehbare Reaktionen.
Eine hilfreiche hypnosystemische Intervention ist deshalb die imaginative Begegnung mit dem zukünftigen Ich.
Das heutige und das zukünftige Ich können eine verlässliche Verabredung treffen:
Wenn meine Entscheidung heute nicht zum erhofften Ergebnis führt, wirst du mich anschließend nicht dafür bestrafen.
Du versprichst vielmehr, mir dafür zu danken, dass ich auf Grundlage meines heutigen Wissens den Mut hatte, über die Schwelle der Unsicherheit zu gehen.
Denn erst dadurch habe ich dir die Erfahrungen ermöglicht, aus denen du später lernen kannst.
Zu dieser Begegnung habe ich im Anschluss an eine Imaginationsreise einmal eine Sketchnote zum Verankern gezeichnet: das heutige und das zukünftige Ich in einer Umarmung.

Heute verstehe ich noch einmal tiefer, wie wertvoll dieses Bild ist.
Das Knöllchen aus der Zukunft
Wie selbstverständlich wir unser früheres Ich mit später erworbenem Wissen verurteilen, wurde mir bei einer Autofahrt bewusst. Ich fuhr durch die Innenstadt von Buchholz in der seit Kurzem Tempo 30 gilt. Zuvor durfte man dort wie üblich 50 fahren.
Bekäme ich heute ein Knöllchen, weil ich dort vor einem halben Jahr mit 50 Kilometern pro Stunde gefahren bin, würde ich mich selbstverständlich dagegen wehren. Die neue Regel galt schließlich damals noch nicht.
Es widerspräche jedem Rechtsgefühl, mich rückwirkend danach zu beurteilen.
Mit uns selbst tun wir jedoch erstaunlich oft genau das.
Wir nehmen das Wissen, das erst durch eine Entscheidung und ihre Folgen entstanden ist, und werfen unserem früheren Ich vor, es nicht schon vorher besessen zu haben. Paradox.
Natürlich konnte unser früheres Ich nur auf Grundlage dessen entscheiden, was zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stand und im Rahmen seiner Möglichkeiten lag.
Mein zukünftiges Ich darf klüger und erfahrener sein.
Dafür muss es mein heutiges Ich nicht verurteilen. Es kann ihm Trost und Loyalität anbieten – und die Folgen der Entscheidung für einen Lernprozess nutzen.
Wenn nach der Entscheidung keine Ruhe eintritt
Manchmal ist eine Entscheidung längst getroffen und fühlt sich trotzdem nicht eindeutig an. Dann meldet sich ein kraftvolles: Ja, aber …
Leicht entsteht daraus der Gedanke: Wenn es noch Einwände gibt, kann es nicht die richtige Entscheidung sein. Eine gute Entscheidung müsste sich doch ruhig, klar und vollständig stimmig anfühlen.
Auch das ist eine Erwartung, die kaum erfüllbar ist.
Gunther Schmidt nutzt dafür das Bild eines inneren Parlaments. In einem demokratischen Entscheidungsprozess gibt es selten eine hundertprozentige Übereinstimmung. Es wird abgewogen, diskutiert und schließlich entschieden.
Und danach tut die Opposition, was Opposition eben tut: Sie ruft laut „Ja, aber…!“ und weist auf alles hin, was gegen die getroffene Entscheidung spricht.
Was nicht bedeutet, dass die Entscheidung falsch war. Es bedeutet, dass die parlamentarische Demokratie funktioniert – nur eben nicht Einwand-frei im wörtlichen Sinne. Andere Möglichkeiten und Sichtweisen bleiben vertreten. Wahlmöglichkeiten dürfen erhalten bleiben.
So ist es auch übertragen auf uns selbst. Ich darf mir also auf die Schulter klopfen und feststellen: Mein inneres Parlament ist lebendig und funktioniert – und ich bin handlungsfähig. Bei einfacher Mehrheit.
Ambivalenz darf sein
Mich entlastet der Gedanke, dass ich nicht völlig eindeutig sein muss, um eine Entscheidung treffen zu können. Mehrere Seiten dürfen gleichzeitig wahr sein.
Ich kann Lust auf ein Netzwerktreffen haben und erschöpft sein.
Ich kann Schwimmen grundsätzlich wohltuend finden und an diesem Tag lieber durch den Wald gehen.
Ich kann eine Weiterbildung wertvoll finden und mich dennoch entscheiden, sie jetzt nicht zu buchen.
Ich kann etwas zurückstellen und seinen Wert weiterhin anerkennen.
Ambivalenz ist kein Defekt, der vor einer Entscheidung beseitigt werden muss. Das begleitende Unbehagen kann eine angemessene Reaktion auf echte Ungewissheit sein. Schließlich weiß ich vorher tatsächlich nicht, wie sich meine Entscheidung entwickeln wird.
Meine Aufgabe besteht deshalb überhaupt nicht darin, jedes Unbehagen loszuwerden.
Ich darf lernen, mich auch mit einem gewissen Maß an Unsicherheit vorwärts zu bewegen.
Was ist der gerade noch leistbare Verlust?
In Situationen mit hoher Ungewissheit kann eine andere Frage hilfreicher sein als die Suche nach dem bestmöglichen Ergebnis:
Was ist der Verlust, den ich gerade noch tragen kann?
Im Effectuation-Ansatz der Wirtschaftswissenschaftlerin Saras Sarasvathy wird diese unternehmerische Entscheidungslogik als „leistbarer Verlust“ beschrieben.
Statt möglichst sicher vorausberechnen zu wollen, welcher Weg den größten Gewinn bringt, lohnt es, sich zu fragen: Was bin ich bereit einzusetzen, auch wenn es anders kommt als erhofft?
Diese Frage lässt sich auf viele Lebensbereiche übertragen.
Wie viel Zeit möchte ich investieren?
Wie viel Geld?
Wie viel Kraft?
Was darf ein Versuch kosten, damit er mich nicht gefährdet?
Und wann ist es klüger, eine Möglichkeit bewusst zurückzustellen?
Hoffnung ohne Ergebnisgarantie
Schmidt zitiert in seinem Vortrag Václav Havel, der Hoffnung sinngemäß nicht als Gewissheit beschreibt, dass etwas gut ausgehen wird, sondern als die Erfahrung, dass das eigene Tun Sinn ergibt – unabhängig davon, wie es ausgeht.
Diese Sichtweise verschiebt den Fokus.
Wir müssen nicht wissen, ob unsere Entscheidung zum gewünschten Ergebnis führt. Wir dürfen prüfen, ob unser nächster Schritt für uns Sinn ergibt.
An jenem Freitag war der Waldspaziergang keine Garantie dafür, dass ich mich anschließend vollkommen erholt fühlen würde. Er war jedoch das, was unter den gegebenen Bedingungen für mich am meisten Sinn ergab.
Und das reichte, um mich für die nächste Ausfahrt: Waldspaziergang zu entscheiden.
Hoffnung ist nicht Optimismus. Sie ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat – ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.
Václav Havel
Auch Nichtentscheiden kann eine Entscheidung sein
Nicht jede Entscheidung muss sofort getroffen werden. Auch ein bewusstes Nichtentscheiden kann sinnvoll und strategisch klug sein. Entscheidend ist, wie ich es beschreibe.
Sage ich Ich kann mich nicht entscheiden, lässt mich das ohnmächtig im Kreisverkehr zurück.
Sage ich Ich entscheide heute, noch keine endgültige Entscheidung zu treffen, enthält das meine Handlungsfähigkeit. Dann kann ich nämlich beobachten:
- Was bewirkt das Aufschieben?
- Welchen Preis hat es?
- Welche Informationen oder Erfahrungen fehlen mir noch?
- Wann oder unter welchen Bedingungen überprüfe ich die Entscheidung erneut?
So wird aus scheinbarem Stillstand eine gewählte Option.
Welche Ausfahrt bekommt heute Vorrang?
Für mein neues Konstrukt aus Agenturtätigkeit, WunderB.A.R., Tiefendialog Coaching und einem privaten Leben, das gelebt werden möchte, ist das eine wichtige Erkenntnis.
Ich muss nicht die perfekte Ordnung finden, in der alle wertvollen Bereiche für immer gleich viel Raum bekommen. Sie darf wunderBAR unperfekt bleiben.
Ich darf Prozesse in kleine Schritte zerlegen, priorisieren und abhängig von meiner jeweiligen Tagesenergie entscheiden, was gerade Vorrang hat. Andere Aufgaben verschwinden dadurch nicht. Mein inneres Parlament wird mich zuverlässig an sie erinnern. Vermutlich sogar lautstark. ;o)
Doch auch ich kann nicht jede Ausfahrt gleichzeitig nehmen.
Ich darf eine wählen.
Ich darf später überprüfen, wohin sie mich geführt hat.
Und ich darf meinem heutigen Ich versprechen, dass ich es mit dem Wissen von morgen nicht rückwirkend bestrafen werde.
Vielleicht ist genau das die Sicherheit, die es braucht, um den Blinker zu setzen und den Kreisverkehr zu verlassen.
In welchem Kreisverkehr drehst du gerade deine Runden?
Was verändert sich, wenn du die Suche nach einer Lösung ohne Preis loslässt und nach der Ausfahrt fragst, die unter den heutigen Bedingungen für dich am meisten Sinn ergibt?
Kannst du darauf vertrauen, dass dich dein zukünftiges Ich später nicht verurteilt, wenn sich der gewählte Weg anders entwickelt als erhofft?
Wenn du dir für diese Fragen einen Moment zum Innehalten wünschst, leg gern kurz an. Im Anschluss kannst du dir drei kleine Audioimpulse zuschicken lassen, die dir weiteren Raum zum Wahrnehmen, Nachspüren und Sortieren schenken.
♡ Kostenlos. ♡ Von Herzen.
Und welche Ausfahrt hat dich hierhergeführt?
Manche Entscheidung, Ausbildung oder vermeintliche Umleitung ergibt erst rückblickend einen roten Faden. In meiner Blogparade sammle ich genau diese Geschichten.
Zur Blogparade – du kannst mitmachen bis zum letzten Sonntag im September, 27.09.2026

Hi Katja, was für ein mega wichtiges Thema. Ich glaube das kennen wir alle manchmal. Umso faszinierender mit welcher Detailgetreue Du diese inneren Prozesse beschrieben hast. Mir selbst hilft inzwischen, wirklich in meinen Körper hineinzuspüren und mir selbst gerecht zu werden. Wenn sich mein Bauch entspannt ist das ein gutes Zeichen. Danke für den tollen Input!
Wie schön, dass du dich in den beschriebenen inneren Prozessen wiederfinden konntest, liebe Dana 😊
Das bewusste Hineinspüren in den Körper empfinde ich ebenfalls als einen wertvollen Resonanzboden – gerade dann, wenn der Kopf noch sämtliche Möglichkeiten gegeneinander abwägt und Karussell fährt.
Sich auf das eigene Bauchgefühl verlassen zu können, halte ich für ein Geschenk. Danke für das Detailkompliment und für deine persönliche Ergänzung! 💜