Mein April war ein Monat voller Bewegung – und voller Tiefe. Nicht das große Drama, nicht der spektakuläre Neustart.
Eher dieses: unterwegs wahrnehmen, sammeln, verdichten und bewusst leben.
Dem eigenen Kern näher kommen.
Dieser April war intensiv. Vieles hat sich sortiert. Im Außen – und im Innen.
Loslassen in mehreren Akten
Zunächst einmal war der April ein Monat des Loslassens. Nicht auf einmal. Sondern in mehreren Schichten.
Nachlass regeln. Schreiben, sortieren, abschließen. Grenzen setzen – klar, respektvoll, ohne Drama.
Und dann:
Eine Nachricht, die keine Klärung mehr zuließ. Ein Moment, in dem nichts mehr zusammenpasst. Das dokumentierte Ende einer Freundschaft. Die im Rückblick betrachtet schon länger keine mehr war.
Und genau da lag eine leise Erkenntnis: Nicht jede offene Frage braucht eine Antwort. Manchmal ist
Ich weiß es jetzt sicher.
ein Ankommen in der aktuellen Realität. Und ein Annehmen dessen, was ist.
Und vielleicht lag genau darin bereits eine der wichtigsten Bewegungen dieses Monats:
Nicht mehr jede offene Schleife schließen zu müssen.
Nicht jede Irritation sofort auflösen zu wollen.
Eine lebendige Haltung
Parallel dazu ist etwas entstanden, das schon lange in mir gearbeitet hat: Mein Blogartikel Curriculum mobile – eine lebendige Haltung.

Kein fertiges Konzept. Mein innerer Kompass im Hinblick auf Begleitung als Coach. Mein Ja zum Unterwegs-Sein.
Schon während des Schreibens wurde mir bewusst, dass das nicht einfach ein Text ist. Er ist eher ein Ausdruck dessen, wie ich arbeite. Wie ich denke. Und wie ich Menschen begleite.
Basierend auf meinem inneren Wertekompass, und doch noch einmal anders sichtbar als im Artikel Wert(e)voll anders.
Dass mein Aprilscherz und der Kern dahinter letztlich genau dorthin geführt haben – von der Leichtigkeit in die Tiefe – fühlt sich rückblickend fast symbolisch an.
Weniger geplant. Eher wie:
Das Leben erzählt mit ღ
Struktur, die trägt
Im Hintergrund hat sich viel sortiert:
Mein Blog. Mein Newsletter. Meine Angebote.
Mein Talent, Dinge miteinander zu verweben.
Eine Art intrinsischer Kombinationskompetenz.
Aus einzelnen Ideen wurde nach und nach ein System. Oder vielleicht eher: ein Netz. Faden für Faden gesponnen.
Ein neues Zuhause für meinen Blog und meine WunderBARen Gespräche – mein Coaching.
❥ RückBlogs als eigener Raum für Reflektion
❥ Newsletter als lebendige Verbindung
❥ Social Media als Einladung
❥ Workshops als Erfahrungsraum
Nicht getrennt.
Sondern miteinander verbunden.
Der Blog-Umzug war dabei äußerlich ein technisches Projekt. SEO. Tabellen. Struktur.
Innerlich fühlte er sich eher an wie ein Ankommen. Sehen, was schon da ist. Ein gewachsenes System. Stationen meiner Reise. Ein bewussteres Zuhause für all das, was Stück für Stück entstanden ist.
Auch hier erkenne ich Übergänge.
Nicht durchgeplant. Nicht durchgestylt.
WunderBAR unperfekt. Und echt.
Spürst du beim Lesen eine Resonanz? 🌿
Sonntags teile ich kleine WunderBAR-e Impulse –
kostenlos. Von Herzen.
Weniger Druck. Mehr Wirkung.
Ein Workshop Mitte April hat mir genau das gezeigt. Ich stand vorher da und dachte:
Wie soll ich ganze 90 Minuten wertvoll füllen?

Und dann wurde mir bewusst: Es ging nie ums Füllen.
Es ging um Präsenz.
Um Führung.
Und darum, Raum zu halten – für andere und für mich selbst.
Die Leichtigkeit kam nicht zufällig.
Sie kristallisierte sich aus zunehmender Klarheit.
Ein wichtiger Shift in diesem Monat war meine Erkenntnis: Ich muss nicht überall gleichzeitig sein.
Ich darf langsamer werden. Klarer. Bewusster.
Weniger posten. Mehr sagen.
Und vor allem: Immer wieder einladen statt überzeugen oder erklären.
Ich habe verstanden: Sichtbarkeit ist kein Zustand.
Es ist meine Entscheidung. Jeden Tag wieder neu.
Ein Stück weit entsteht daraus meine eigene Form von Sichtbarkeit – peu à peu, wie man im Rheinland gern sagt.
Oder: Janz hööösch.

Souveränität entsteht nicht im Perfekten.
Katja Schoonbergen
Begegnung mit mir selbst
Der April hatte auch leise, intensivere Momente. Momente von Irritation. Von Abschied. Von nicht klären können.
Und genau darin lag auch etwas Wertvolles:
Mich selbst ernst nehmen.
Meine Grenzen spüren.
Mir die Zeit geben, Dinge wirklich zu verarbeiten.
Es muss nicht alles sofort gelöst werden.
Entscheidungen dürfen reifen.
Genau das habe ich im April besonders geübt:

Annehmen.
Atmen.
Spüren.
Warten.
Sacken lassen.
Und dann – aus mir heraus – wählen.
Nicht als Aufschub.
Sondern als Selbstführung.
Ich glaube, ich habe in diesem Monat noch einmal deutlicher verstanden:
Die Reife, die versteht.
Und die Verletzlichkeit, die fühlt.
Beide dürfen da sein.
Frühling zum Mitnehmen
Auch eine Kräuterwanderung am Ostersamstag hat mir in diesem Monat noch einmal eine neue Perspektive auf den Frühling geschenkt.
Darauf, dass vieles noch nicht „fertig“ ist – und gleichzeitig bereits voller Kraft steckt. Gerade junge Pflanzen tragen in dieser Phase oft besonders viele Inhaltsstoffe in sich. Vielleicht gilt das manchmal auch für uns.
Seither landen immer wieder Brennnessel, Goldnessel und Löwenzahn in meinem Salat. Nicht perfekt angerichtet. Aber lebendig.
Auch der sich ent-wickelnde Farn ist für mich zu einem stillen Sinnbild dieses Monats geworden.
Augenscheinlich voller Bewegung, wenngleich noch nicht fertig.
Zwischen all dem wurde mir noch einmal bewusst, wie viele kleine Spuren dieser April hinterlassen hat: Sketchnotes. Kräuterzeichnungen. Osterhasen. Aushänge. Gedankenfetzen. Fotos.
Im Resumée bemerke ich: genau darin zeigt sich ein Teil meines Weges: Erleben ist ein wesentlicher Teil. Wahrzunehmen, wie sich die einzelnen Fäden nach und nach miteinander verweben, ein weiterer.

Und schließlich wurde es am Monatsende leiser.
Es hieß, für eine Woche Koffer packen.
Noch schnell letzte Briefe abschicken.
Ideen sammeln und parken.
Und dann:
Durchatmen.
Urlaub.
Nicht als Flucht.
Als bewusstes Innehalten.

Was bleibt
Wenn ich auf diesen Monat schaue, dann sehe ich kein fertiges Ergebnis.
Ich sehe ein Fundament.
❥ Klarheit in meiner Haltung
❥ Struktur in meinem Wirken
❥ Verbindung zwischen meinen Formaten
❥ Wachsendes Vertrauen in meinen eigenen Weg
❥ Dieses leise Gefühl, mir selbst wieder ein Stück näher gekommen zu sein.
Und diesen einen Satz, der leise darunterliegt:
Ich bin da. Und ich gehe weiter ღ
Und vielleicht ist genau das der Punkt…
… den ich dich gerne einladen möchte, vielleicht auch einmal auf dich zu übertragen.
Annehmen, dass längst noch nicht alles da ist.
Feststellen, auf dem Weg zu sein.
Würdigen, was bereits da ist.
Bewusst machen, dass dieser Weg immer tiefer zum eigenen Kern führt.
Darüber freuen.
Wenn du magst, erzähl mir gerne von dir:
Was hat sich bei dir in diesem Monat sortiert?
Was durfte gehen –
und was ist neu entstanden? 🌱

Liebe Katja, vielen Dank für diesen schönen Rückblick – mit viel Ausblick ☺️ Ich konnte Dir beim Lesen sehr schön folgen und ich glaube, ich konnte einiges auch „nach fühlen“. Und ich merke, ich bin Urlaubsreif! Deine Möwe hat mich getriggert und ich freue mich schon she auf unseren Sommer auf Langeoog. Ich hoffe Du hattest eine gute Zeit und ich bin scho gespannt, was der Mai dir gebracht hat. Herzliche Grüße, Sona
Liebe Sona,
wie sehr freue ich mich gerade, deinen Kommentar zu entdecken 🥰
Es berührt mich sehr zu lesen, dass du beim Lesen nicht nur folgen, sondern manches sogar nachfühlen konntest. Genau solche Resonanz macht das Schreiben für mich so besonders.
Und ohhh ja… Möwen, Meer und Langeoog lösen auch bei mir sofort dieses „Ich will Meer“-Gefühl aus ☺️
Ich wünsche dir jetzt schon ganz viel Wind, Weite, Sonnenwärme und Inselzeit.
Mein Mai hat übrigens jetzt schon viel Stoff für den nächsten RückBlog 😉
Herzliche Grüße
Katja